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Skindred - Volume

Review von Kruemel vom 23.11.2015 (1015 mal gelesen)
Skindred - Volume Also von dieser Band hatte ich persönlich bisher noch nichts gehört, aber Beschreibungen früherer Werke machten mich dann doch neugierig. Und so lege ich (ein bisschen skeptisch noch) den Silberling in den Player ... Hm, klingt im ersten Moment wie eine Mischung aus Modern Metal und Rap. Doch schnell findet man Elemente, die eindeutig dem Reggae zuzuordnen sind. Ja - richtig gelesen: Mit ihrem Reggae-Metal haben sich SKINDRED irgendwie selbst eine clevere Nische geschaffen, denn der ist dieser Tage nicht weit gestreut bzw. war es noch nie. Meine anfängliche Skepsis weicht schnell, denn sympathisch-verrückten Musiker rund um Fronter Benji Webbe machen tatsächlich über die gesamte Albumlänge von 43 Minuten ordentlich Laune. Ach ja - "Volume" heißt die aktuelle Scheibe und bietet sage und schreibe 14 Stücke, bei denen man aufgrund ihres coolen Grooves und der speziellen Rhythmik ständig zwischen Mithüpfen und Bangen schwankt.

Vergleicht man diese Arbeit mit älteren CDs fällt auf, dass SKINDRED dieses Mal aber ein paar mehr Rap-Elemente eingebaut haben. Der Opener 'Under Attack' eröffnet ziemlich groovy mit tief-fetten Gitarrenriffs, dann folgen ein paar rapartige Vocals und dazu ein paar Keyboard-Sounds. In der Mitte kommt dann das erste Mal ein wenig das Reggae-Feeling durch, wenn für einige Sekunden ein leichter Gesang auftaucht. Das war schon mal guter Einstieg, dem das sehr vitale Titelstück 'Volume' folgt - übrigens eins meiner Favoriten auf der Scheibe. 'Shut Ya Mouth' ist eines der raplastigeren Stücke, während 'The Healing' über eine ziemliche entspannte Rock-Attitüde verfügt. 'Sound The Siren' ist ein irgendwie abgedrehter, gewöhnungsbedürftiger Titel, der einerseits industrialmäßige Samples und fette Gitarren, andererseits elektronisches Gemengsel beinhaltet, über dem das verrückte Organ des Rasta-lockigen Sängers schwebt. 'Saying It Now' kommt dagegen mit seinem eingängigen Rock-Groove fast radiotauglich daher. Übrigens gibt es 3 Interludien (betitelt 'I', 'II' und 'III'), welche man aber aufgrund ihrer Spielzeit von weniger als einer Minute nicht wirklich als "Lied" bezeichnen kann. Nach 'II' wird der "Ton" des Silberlings etwas heftiger, schon die Songtitel wie 'No Justice' und 'Stand Up' verraten die sozialkritische Note der Lyrics. Das eindringliche 'Three Words' bildet dann den würdigen Abschluss eines ungewöhnlichen Albums.

SKINDRED wirken einerseits locker-flockig, sind aber auf "Volume" weit entfernt von Easy-Listening. Dafür sind die Songstrukturen zu komplex, weil sie sich einfach nicht in ein Schema pressen lassen. Das macht die Scheibe natürlich umso interessanter - für all diejenigen, die nicht mit musikalischen Scheuklappen bzw. auf festgetretenen Genre-Pfaden unterwegs sind.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Under Atack
02. Volume
03. Hit The Ground
04. Shut Ya Mouth
05. I
06. The Healing
07. Sound The Siren
08. Saying It Now
09. II
10. Straight Jacket
11. III
12. No Justice
13. Stand Up
14. Three Words
Band Website: www.skindred.net/
Medium: CD
Spieldauer: 43:04 Minuten
VÖ: 30.10.2015

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