Rock Am Ring 2025

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Take off: 06.06.2025 - Review (1202 mal gelesen)
Es ist kurz vor Pfingsten, und so heißt es wieder: ab zum Nürburgring - Rock am Ring ruft! Für mich (Cornholio) nach 1998 und 1999 sowie 2023 und 2024 das insgesamt fünfte Mal, meine Begleitung Schwarzfraggle war bestimmt schon 20 mal dort. Die Karten haben wir uns direkt am Montag nach dem letzten Festival geholt, der Earyl-Bird-Preis lag bei 179€. Drei Tage und erstmalig vier Bühnen (schließlich wurde das erste Rock am Ring vor 40 Jahren gefeiert), ein absolut fairer Preis! Dazu kommt natürlich noch Camping und getreu dem Motto "Man gönnt sich ja sonst nichts" haben wir zum wiederholten Mal das Utopia Camping gebucht. 500 Flocken (für uns beide zusammen), dafür hatte man letztes Jahr aber ein vorab aufgebautes Zelt ("Dackelgarage" wäre die passendere Bezeichnung), eigene Duschcamps, die Möglichkeit sein Handy zu laden und vor allem kurze Wege aufs Gelände: der eigene Einlass war direkt neben der großen Utopia-Bühne, und man hat einen direkten Zugang in den Bereich A und B, wo sich das "Fußvolk" rechts in der Boxengasse anstellen und auf die grüne Ampel warten muss.

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Für dieses Jahr haben wir uns mit unseren "zufälligen" Nachbarn vom letzten Jahr verabredet, was auch super geklappt hat! Grüße gehen raus an Kathi und Flo, Steffy und Franzi, Eunice und Kai, Sandra, Martin und Thorben sowie Jerome und Roman! Allerdings ist es dieses Jahr schon ein bisschen anders. Das bereits aufgebaute Zelt ist größer - vermutlich haben sich letztes Jahr einige Leute beschwert. Jedes Zelt hat seinen eigenen Stromanschluss - das kann ein Vorteil sein, aber warten wir mal ab... Deutlich abgespeckter ist der Bereich der sanitären Anlagen. Die Duschkabinen sind gefühlt kleiner als letztes Jahr und es gibt keine getrennten Zelte für Männlein und Weiblein; es gibt überhaupt keine Zelte. Sollte es also regnen, kommt man aus der Dusche und ist direkt wieder nass. Der Aufenthaltsbereich ist überdacht, aber ohne Seitenwände und die Schließfächer vom letzten Jahr, wo man beispielsweise sein Handy laden kann, sind ersatzlos gestrichen.

Wir kommen am Mittwoch um viertel nach Fünf an, 18 Uhr ist Einlass auf den Platz. Warum eigentlich so spät? Alle anderen Plätze sind bereits seit 12 Uhr offen ... naja, sei's drum. Aber es wird Sechs, es wird viertel nach Sechs, es wird halb Sieben ... um viertel vor Sieben öffnet das Camp endlich seine Pforten und die Schlange bewegt sich. Wir sind selbstredend nicht die einzigen mit ordentlich Gepäck (Sackkarre, Bollerwagen, Auto-Anhänger!), aber es wird. Unsere Freunde sind zum Teil auch schon da, und wir freuen uns über das Wiedersehen! Was kann da schon schiefgehen? So gegen 20 Uhr sind wir dann fertig mit allem und so werfen wir erstmal den Grill an - pünktlich zum Regen natürlich. Irgendwie geht es aber trotzdem, mit etwas Verzögerung und Geduld, und schwupps ist es Mitternacht, und wir begeben uns langsam in die Horizontale ... So um Fünf Uhr ist dann auch endlich draußen alles ruhig, ehe gegen halb Sieben die ersten aus ihren Zelten fallen und abwechselnd mit "Guten Morgen Sonnenschein" und "Aufstehn ist schön" den Platz beschallen. So viel zum "Vorteil" des elektrischen Stroms für jedes Zelt ...

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Tag zwei beginnt also mit arg wenig Schlaf ... und wir sind halt auch keine 20 mehr, daher passt sich die Laune erstmal an. Das Wetter tut sein übriges, eigentlich wollten wir zu dem Lidl Pop-Up Store laufen, der jedes Jahr kurz vor dem Haupteingang aus dem Boden gestampft wird, aber da braucht man, wenn man gut zu Fuß ist, mindesten 30 Minuten. Schwarzfraggles neues Knie würde vermutlich mindestens 45 Minuten brauchen, also klemmen wir uns den Marsch. Warum es keine Shuttlebusse gibt, wird mehrfach bemängelt, eine wirklich plausible Antwort hat niemand drauf. Der Campingplatz ringsum füllt sich, unsere Nachbarn gegenüber ziehen ein und grüßen freundlich, die Anlage schon auf der Sackkarre auf Stufe 11. "Wenn wir zu laut sind, sagt Bescheid, wir wollen niemandem auf die Nerven gehen." Leider nur leere Worte, denn als wir abends / nachts zwischen 12 und 1 Uhr freundlich fragen, ob sie ein wenig runterdrehen können, machen sie das zwar für zwei Minuten, aber nur um den Regler wieder auf drölf zu stellen, sobald wir im Zelt verschwinden.

Dementsprechend gut gelaunt sind wir am Freitagmorgen - immerhin haben wir doppelt so lange geschlafen wie in der Nacht davor - zwei Stunden anstatt einer! Muss reichen, ne? Uns weckt gut gelaunt der "Kommissar Konterbier", der mir wenigstens kurz ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Wir versuchen, die Mischung aus Frust und Schlafmangel mit Kaffee runterzuspülen, was nur semi-gut gelingt. Aber heute geht endlich das Festival los, der Grund, weswegen wir alle hier sind. Um 13:30 Uhr soll es mit dem ersten Act losgehen, geheimnisvoll als "Very Special Guest" angekündigt. Also machen wir uns um halb Eins etwa auf den Weg und steuern erstmal den Bierstand an. Der Veranstalter ist weg von Krombacher, nun wird San Miguel und an ein paar Ständen auch Beck's ausgeschenkt. Aber: 6,90 € für 0,5 Liter Bier, das ist schon eine Hausnummer! Und Cola etc. kostet immerhin noch 6,50 € pro halben Liter - na dann prost, nützt ja nix!

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Der erste Überraschungsact wird von Ingo von den DONOTS angekündigt und es sind alte Bekannte, die wir schon letztes Jahr am Ring gesehen haben: ELECTRIC CALLBOY mit Special Guest Frank Zummo von SUM 41 am Schlagzeug! Das Wetter spielt zumindest jetzt auch mit und so gibt's die erste Eskalation mit Hits wie 'Ratatata', 'Elevator Operator' oder 'Hurricane' und der ganze Ring tanzt wieder Discofox. Als nächstes kommt ein weiterer Überraschungsact. Viele munkelten aus vermeintlich sicherer Quelle, es würden DIE TOTEN HOSEN werden, aber weit gefehlt, es ist ROY BIANCO und seine ABBRUNZATI BOYS. Nie gehört? Ging mir ganz genauso! Schlager aus Süddeutschland, wir steuern direkt den nächsten Bierstand an. Als nächstes spielen dann KNOCKED LOOSE, erst kurz vor Beginn des Festivals bekanntgegeben, aber die schauen wir uns nicht an. Auf der Mandora Stage wollen wir nämlich ALTER BRIDGE- und SLASH-Sänger MYLES KENNEDY sehen und wir kommen so früh dort an, dass wir noch ein Stückchen von FROG LEAP auf's Ohr bekommen. Sehr nice, vor allem das CRANBERRIES-Cover 'Zombie' kommt super an! Auch Myles Kennedy macht eine tolle Figur, leichtfüßiger und gefälliger Rock, sowas geht doch immer, oder? imgright Eigentlich hätten wir gern WEEZER auf der Utopia-Stage gesehen, aber dank FJØRT verschlägt es uns erstmals auf die neue vierte Bühne. Zwar etwas abseits gelegen, aber dafür ist die Stimmung exzellent. Schon bei LØLØ, der vorigen Band, kriegen wir etwas von dem Flair mit. Und FJØRT liefern ab! Deutschsprachiger Post-Core, ein bisschen wir SPERLING, nur eine ganze Ecke härter. Für uns eigentlich jetzt schon das Highlight des Tages. Dabei ist es erst kurz nach 19 Uhr und wir wandern wieder zurück zur Mandora-Stage, wo uns FRANK TURNER erwartet, wie immer mit seiner Band THE SLEEPING SOULS im Gepäck. imgleft Und was soll ich sagen? Der gute Mann liefert einfach immer ab! Rock mit ein bisschen Irish Folk-Einschlag, einfach perfekt für ein Festival! Als nächstes geht's wieder zur Hauptbühne, wo BIFFY CLYRO spielen. Die Band kenne ich nur vom Namen (denkste!), und beim Anblick des Leadsängers und Gitarristen Simon Neil kommt mir als erstes mal der Song 'Gitarre runter' von BELA B. in den Kopf, aber musikalisch bringen es die Schotten auf den Punkt. Man kennt diverse Songs aus dem Radio (Bob! lässt grüßen), und das Trio spielt extrem gut und tight zusammen. imgright Ob das THE PRODIGY noch toppen können? Ich nehm es mal direkt vorweg: nein! Ohne Keith Flint (R.I.P!) ist es einfach nicht mehr das gleiche. Sänger Maxim Reality vermag es leider zu keiner Zeit, die Energie und die Durchgeknalltheit von Flint zu transportieren. Also ab in Richtung Zelt, nebenbei wird auf sämtlichen LED-Screens bereits der erste Headliner verkündet: LINKIN PARK. BRING ME THE HORIZON schenken wir uns, die haben bis auf zwei Stücke das gleiche Set und die gleiche Bühnenshow wie vor zwei Jahren dabei - schade eigentlich. In der Horizontalen werden wir von den Anarcho-Kids von K.I.Z. mit Liedern wie 'VIP in der Psychiatrie', 'Urlaub fürs Gehirn' und 'Görlitzer Park' in den Schlaf gerappt.

Weiter geht's am Samstag - noch halbwegs trocken - für uns mit IMMINENCE. Die schwedischen Metal-Corer bitten zum Tanz, stilecht mit Violine! Kein Scherz, Sänger Eddie Berg spielt wirklich Geige, teilweise parallel zum Gesang, das ist unglaublich, der gesamte Auftritt der Band ist unglaublich gut. Wer von euch die Chance hat, sie Ende des Jahres zu sehen, sollte das tun. Wir sind leider verhindert, können es aber wärmstens empfehlen! À propos "warm": Da immer mal wieder Regen und Wind über das Gelände ziehen, zieht es uns zum Met-Stand. 0,4 Liter für schlappe 9 Euro, was kost' die Welt? Aber lecker ist er, da gibt's nix! Als nächstes steht die US-amerikanische Fun Punk-Band ME FIRST & THE GIMME GIMMES auf dem Programm - und das macht wirklich Spaß! Ausnahmslos Coversongs, aber quer durch die Bank (ABBA, Dolly Parton, Elton John, mit 'Good 4 U' sogar etwas zeitgenössisches von Olivia Rodrigo), und ein sehr hoher Spaßfaktor! Zwischenzeitlich fällt uns auf, dass zwischen der Mandora und der etwas kleineren Orbit-Stage ein Kran ein KRAFTKLUB-Logo hochgefahren hat, unter dem ein Countdown läuft.
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Dieser endet just mit dem Ende der GIMME's, und es wurde mal eben eine vielleicht 5x5 Meter hohe Bühne mitten im Infield hochgezogen, und KRAFTKLUB legten für eine Viertelstunde ein Spontankonzertchen hin. So weit, so gut, aber wir mittendrin, obwohl wir gar nicht wollen. Nur ist es schwierig bis unmöglich, aus der Menge rauszukommen, dazu bildet sich noch zwei Meter vor uns ein kleiner Moshpit. Liebes RaR-Orgateam, da wurde aber schlecht geplant! Mitten im Zugang von Utopia zu Mandora, lass da mal was passieren und Panik ausbrechen, das war wirklich grenzwertig! Wir kämpfen uns mit Händen, Füßen und Gehstöcken aus der Masse raus und wollten eigentlich AIRBOURNE sehen, brauchen aber erstmal eine Stärkung. Also ab zum Ausgang, wir steuern den Lidl an. Kurz mit Fest- und Flüssignahrung versorgt, da öffnet Petrus seine Schleusen, und das nicht zu knapp! Es schüttet wie aus Eimern, etwa eine halbe bis Stunde. Als es nachlässt, pilgern wir zum Haupteingang, der aber erstmal kurz geschlossen wird, da diverse Menschen vom Festivalgelände runter wollen, vermutlich weil sie nass sind bis auf die Knochen. Also stehen wir nochmal eine geschätzte Dreiviertelstunde, glücklicherweise ohne Regen, bis es wieder vorwärts geht. BULLET FOR MY VALENTINE haben wir durch diese Aktion leider verpasst, fast zeitgleich dazu sollen HEAVEN SHALL BURN spielen (wer denkt sich so eine Running Order aus??), aber hier muss die Band aus gesundheitlichen Gründen nach wenigen Minuten abbrechen. Wir laufen an der Orbit Stage vorbei und lauschen ein paar Minuten den Klängen von NORTHLANE, macht auch Spaß, die Mischung aus Punk, Hard- und Metalcore. Aber viel Zeit haben wir nicht, denn auf der Utopia Stage spielt um halb zehn der Rapper KONTRA K. Hat zwar mit "Rock" nichts zu tun, aber was soll's, schauen wir uns den mal an ... und er zieht echt eine nette Show ab. 'Letzte Träne', 'Keine Helden' (zusammen mit SDP) oder 'Erfolg ist kein Glück', der Masse gefällt's. Danach kommt der Headliner, die Band, die als einzige bereits im Vorjahr gegen Ende des Festivals bekanntgegeben wurde: SLIPKNOT. Haben wir beide noch nicht live gesehen, sind also gespannt und die Erwartung ist auch recht hoch. Und leider werden wir ein Stückchen enttäuscht. Die Band aus Iowa macht nach jedem zweiten Song für 1-2 Minuten Pause, was leider den Energiefluss deutlich hemmt. imgleft Außerdem lässt die Setlist zu wünschen übrig. Klar, man kann es nie allen recht machen, aber ein SLIPKNOT-Auftritt ohne 'Before I Forget' und ohne 'Snuff'? Enttäuscht schleichen wir in Richtung Zelt und lassen uns von SDP mit 'Die schönsten Tage', 'Tanz aus der Reihe' und 'Die Nacht von Freitag auf Montag' in den Schlaf gleiten ...

Ja, und dann war auch schon Sonntag. Der Tag, an dem vor allem ich mich im Vorfeld am meisten gefreut habe, den ich aber auch ordentlich verflucht habe; dazu aber später mehr. Wir starten heute etwas später, JERRY CANTRELL, der Gitarrist von ALICE IN CHAINS spielt um 17 Uhr auf der Mandora Stage. Da wir etwas früher im Infield sind, schauen wir kurz bei der Orbit Stage vorbei und hören und sehen I SEE STARS. Die Post-Hardcore-Band mit Trance-Elementen (also quasi Trancecore) aus Michigan gefällt uns echt gut, die behalten wir auf jeden Fall im Auge! Jerry Cantrell dann nebenan erinnert ein wenig an Myles Kennedy von Freitag. imgright Sehr unaufgeregt und lässig singt und klampft er sich durch's Set, zum Abschluss gibt es dann den vielumjubelten ALICE IN CHAINS-Hit 'Rooster'. Jetzt haben wir ein bisschen Leerlauf und der Magen meldet sich so langsam. Also ab zum Food-Court, wo leider nicht mehr das Riesenrad steht, dafür aber die eine oder andere Fressbude mehr. Ich entscheide mich für ein Spießbratenbrötchen, Schwarzfraggle verleibt sich ein Backfischbrötchen ein. Beides kostet meine ich 9 Euro, nicht gerade günstig, aber die Portionen sind beide riesig! Die lange Schlange vor beiden Ständen bringt uns über eine halbe Stunde Verschnaufpause. Nach dem Essen geht's dann kurz zu den BEATSTEAKS, ehe wir gegen viertel nach acht auf die Orbit Stage zusteuern, um ein paar Minuten die lieblichen Deathcore-Klänge von WHITECHAPEL zu genießen. Was wir hören, macht echt Spaß, nicht so wie Ende 2024, als wir die Band in Köln gesehen haben und die Jungs nicht wirklich Lust zu haben schienen. Umso trauriger ist es, dass wir nach etwa 20 Minuten ein paar Meter weiter in Richtung Mandore Stage "müssen". Im Vorfeld haben wir uns überlegt, ob wir FALLING IN REVERSE oder LORNA SHORE sehen wollen, die fast komplett parallel spielen - wer hat da wieder den Praktikant an den Timetable gelassen?!? Da der gute Ronnie von FALLING IN REVERSE den Ruf hat, ab und zu launisch zu sein, tendierten wir schon im Vorfeld zu LORNA SHORE. Spoiler: wir haben alles richtig gemacht! Die Band aus New Jersey überzeugt von der ersten Sekunde an! Allen voran Stimmwunder Will Ramos - was der Kerl aus seinem Körper für Töne rausholt, da fällt uns beiden quasi durchgehend die Kinnlade runter! imgleft Aber die komplette Band ist super drauf, sehr spielfreudig und gut gelaunt. Egal ob 'Sun/Eater', die erste Single von neuen Album 'Oblivion', oder 'To The Hellfire'; alles läuft rund, sowohl für die Fans als auch für die Band. Etwa 20 Minuten vor Ende verkündet Ramos, dass noch drei Songs auf der Setlist stehen, und die ersten Klänge der 'Pain Remains'-Trilogie ertönen aus den Boxen. Wir genießen, gehen mit und vergießen Tränen, sogar beim Schreiben dieser Zeilen habe ich fette Gänsehaut; es ist einfach unfassbar beeindruckend, was Musik mit einem anstellen kann. Vor lauter Aufregung und Ekstase vergesse ich sogar, Fotos zu machen, zum Glück können unsere Camping-Bekanntschaften hier aushelfen. imgright Das schönste Bild dabei ist Will Ramos nach dem Auftritt: er freut sich wie ein kleines Kind, grinst über's ganze Gesicht und bedankt sich bei den Fans für den tollen Auftritt, und das Publikum gibt es ihm und der Band mit tosendem Applaus zurück. Einfach toll! Wir taumeln noch gerührt wieder in Richtung Utopia-Stage, wo wir die letzten Minuten von FALLING IN REVERSE noch mitbekommen. Anschließend gehen wir noch kurz einen Happen essen, diesmal gibt es Crêpes, ehe wir uns weiter in Richtung der Utopia Stage begeben, um KORN zu sehen. Und die fangen fast pünktlich um kurz nach halb 12 an, es geht mit 'Blind' direkt in die vollen. Schwarzfraggle, schon ewig und drei Tage Fan der Band, kommt voll auf ihre Kosten, meine Wenigkeit hat mit Jonathan Davis bisher nicht so viel am Hut gehabt, muss der Band aber attestieren, dass sie schon ordentlich abgeht und fett groovt, das macht richtig Spaß! Und trotz des, sagen wir mal fortgeschrittenen, Alters liefert die Band durchweg ab und braucht nur wenige bis keine Pausen zum Verschnaufen, so muss das sein! Mit 'Twist', 'Here To Stay', 'Got The Life' und 'Clown' haut die Band einen Hit nach dem anderen raus. Nach anderthalb Stunden ist um ein Uhr mit 'Freak On A Leash' Schluss - somit komm auch ich auf meine Kosten. Auf der Atmos Stage spielen KASALLA, wir überlegen kurz, bleiben aber dann bei SLEEP TOKEN an der Mandora hängen und lauschen den Klängen von Vessel und seinen Mitmusikern noch ein wenig, um Songs wie 'Rain' und 'Caramel' zu lauschen und stapfen dann müde aber doch überwiegend zufrieden in Richtung Zeltplatz.

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Der Abreisetag fällt glücklicherweise auf den Pfingstmontag, also geht's ohne Stress ans Abbauen, zusammenpacken und einräumen, zum Glück ohne Regen. Für 2026 holen wir uns erstmal keine Tickets, denn nicht nur das Early-Bird Kontingent ist mit ich glaube 1.000 Karten deutlich begrenzter als für dieses Jahr und nach kurzer Zeit schon weg, auch schlägt der Veranstalter für das Utopia-Camping mal eben auf 600 Euro auf - natürlich sind da noch keinerlei Tickets enthalten. Kurz später ist die Kategorie dann auch schon weg, Angebot und Nachfrage, die Kuh wird gemolken, solange es geht, haben wir den Eindruck. Mal schauen ob kurz vor dem Festival kommendes Jahr wieder ein paar Karten zum Verkauf angeboten werden, dann würden wir spontan gucken. Tendenziell wollen wir aber eher zwei, drei, vier kleinere Festivals stattdessen besuchen.

Rückwirkend betrachtet, mit ein paar Wochen Abstand, hat es doch Spaß gemacht. Vor allem haben wir uns gefreut, unsere Freunde vom letzten Jahr wiederzusehen, hoffentlich bleiben wir in Kontakt, auch wenn wir 2026 nicht zum Ring fahren sollten.

Weitere Bilder gibt es in der Gallery.
Billing
Freitag:
A Day to Remember
Bring Me the Horizon
The Prodigy
K.I.Z
Biffy Clyro
Weezer
Feine Sahne Fischfilet
Adam Angst
Boston Manor
Creeper
Destroy Boys
Die Nerven
Drangsal
Electric Callboy DJ Set
Frank Turner & The Sleeping Souls
Frog Leap
House of Protection
Mia Morgan
Myles Kennedy
Olli Schulz & Band
Poppy
Soft Play
Tocotronic
Christin Nichols
LØLØ
Fleshwater
FJØRT
Nasty
Static Dress
Survive said the ProphetT
Tulpe
Unpeople
Electric Callboy
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys
Knocked Loose

Samstag:
Slipknot
Rise Against
Kontra K
Bullet for my Valentine
Heaven Shall Burn
In Flames
SDP
Spiritbox
Northlane
Defects
Airbourne
Evil Jared x Krogi
Future Palace
Frog Leap
Holy Wars
Millencolin
Imminence
Kittie
Me first and the Gimme Gimmes
Norhlane
Nothing More
Zebrahead
Grade 2
Kris Barras Band
Sim
Spiritual Cramp
Seven Hours after violet
Skillet
Smash Into Pieces
Touche amore
Turbostaat
Still Talk
Superheaven
Teen Mortgage
Trophy Eyes

Sonntag:
Korn
Falling in Reverse
Sleep Token
Beatsteaks
Powerwolf
Idles
Lorna Shore
Brutalismus 3000
Dead Poet Society
Deafheaven
Deine Cousine
Fit For an Autopsy
Jerry Cantrell
Jinjer
Kasalla
I See Stars
Drug Church
Polaris
Stray From the Path
Terror
The Ghost Inside
The Red Flags
The Warning
Thrown
Whitechapel
ZSK
Aviva
Amira Elfeky
Drug Church
See Stars
Leftovers
Massendefekt
Pain of Truth
The Red Flags
Vowws
Zetra

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